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Achtung Fakenews! Es kursiert die Behauptung, dass der Impfstoff von AstraZeneca im Vergleich zu den Impfstoffen von Biontech/Pfizer und Moderna ein zweitrangiger Impfstoff ist.

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Achtung #Fakenews! Es kursiert die Behauptung, dass der Impfstoff von #AstraZeneca im Vergleich zu den Impfstoffen von Biontech/Pfizer und Moderna ein zweitrangiger Impfstoff ist.

Das ist falsch

Fakt ist: Das Präparat von AstraZeneca ist ein wirksamer Impfstoff und ein wichtiger Bestandteil bei der Bekämpfung der #Corona-Pandemie!

Zum Hintergrund:

Im Kampf gegen die Verbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 dürfen in der EU derzeit Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Moderna und AstraZeneca genutzt werden. Das sind drei zugelassene Präparate. Im Vergleich zu den mRNA-Impfstoffen von Biontech/Pfizer und Moderna hat der Vektor-Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers AstraZeneca zumindest in Deutschland in der Öffentlichkeit einen schlechten Ruf bekommen. Die Skepsis der Menschen gegenüber dem AstraZeneca-Impfstoff führt teils zu irrwitzigen Situationen. Obwohl viele Menschen einerseits sehnsüchtig auf eine Impfung warten, wollen manche andererseits nicht mit dem Präparat von AstraZeneca geimpft werden. Sie ziehen eine Impfung mit einer Vakzine von Biontech/Pfizer oder Moderna vor – obwohl das regelmäßig eine gegebenenfalls monatelange Verzögerung einer Impfung bedeutet und damit ein viel größeres Risiko einhergeht, an Covid19 zu erkranken.

Allerdings ist bei der öffentlichen Diskussion um die Wirksamkeit des neuen Impfstoffpräparats AstraZeneca einiges schiefgelaufen. Deren Verlauf ist ein Musterbeispiel für eine suboptimale Öffentlichkeitsarbeit und ein daraus erwachsendes Imageproblem. „Das Unternehmen hat sich selbst das Leben schwer gemacht“, meinte etwa der bekannte Virologe der Uni Frankfurt/Main Dr. Martin Stürmer am 18. Februar 2021 im ARD-Morgenmagazin dazu. So etwa durch das Verhalten beim Streit um die Lieferverträge mit der EU, konkret durch ein ungeschicktes Studiendesign, mit einer zu geringen Repräsentierung der entscheidenden Altersgruppe 65 plus, oder bei der Berechnung der Wirksamkeit des Impfstoffes. Hier hat AstraZenca relativ frühzeitig aus vier Studien Zwischenergebnisse publiziert und diese ob der Vorläufigkeit sehr defensiv interpretiert. So wurde eine „Schutzwirkung“ von 60 Prozent öffentlich, während Wettbewerber gleich mit der Zahl 90 ins Rennen gingen. Zwischenzeitlich kann man nach Ergebnissen weiterer Studien und bei einer optimierten Abfolge von Erst- und Zweitimpfung laut Dr. Stürmer von 80 Prozent Schutzwirkung ausgehen.

Hier kommt das große Missverständnis zum Tragen, das auszuräumen dem Unternehmen bisher nicht gelungen ist. Denn was bedeutet eine Wirksamkeit von 60, 80 oder von 95 Prozent? In der breiten Wahrnehmung der Bevölkerung ist der Eindruck entstanden, dass bei einer Impfung von 1.000 Personen mit dem AstraZeneca-Wirkstoff 400 der geimpften Personen dennoch an COVID-19 erkranken – weil der Impfstoff nur 60 Prozent Wirksamkeit hat und damit nur 600 von 1.000 Geimpften zu schützen vermag. Im Unterschied dazu würden bei den „besseren“ Produkten nur 50 Geimpfte erkranken.

Tatsächlich gehen aber beide Auslegungen fehl, denn die genannten Prozentsätze beziehen sich nicht auf die Zahl der wirksam geimpften Personen, sondern setzen andere Parameter zueinander in Beziehung, die im Rahmen der Zulassungsstudien ermittelt werden. Um deren Bedeutung zu verstehen, muss man wissen, wie eine solche Studie angelegt ist. Angenommen es nehmen an der Studie 20.000 Personen teil, dann wird der einen Hälfte der Wirkstoff verabreicht, der anderen Hälfte ein wirkungsloses Placebo. Nach vordefinierten Zeiten – es geht um Wochen und Monate – wird verglichen, wie viele Testpersonen, die in der Zwischenzeit ihr ganz normales Leben geführt haben, in der „Placebo-Gruppe“ und wie viele im Vergleich dazu in der „Wirkstoff-Gruppe“ an Corona erkrankt sind. Erkrankt bedeutet hierbei, dass ein typisches Erkrankungssymptom aufgetreten ist und das Vorliegen von COVID-19 durch einen positiven PCR Test bestätigt wurde. Im Falle von AstraZeneca hieß dies in der frühen Bewertung, dass in der Placebo-Gruppe 296 von 10.000 und in der „Impfstoff-Gruppe“ 122 von 10.000 Probanden erkrankt sind. Setzt man nun die 122 zu den 296 Erkrankten ins Verhältnis, dann kommt man auf besagte ca. 60 Prozent. Dieser Wert belegt aus Sicht der Virologen und Pharmazeuten eine gute Wirksamkeit des Präparates als solches, sagt aber gerade nicht das aus, was in der öffentlichen Wahrnehmung ankommt.

Zudem sagt der Prozentsatz nichts über die Wirksamkeit eines Impfstoffes in Bezug auf die Schwere eines Krankheitsverlaufes nach einer Impfung aus. Diesbezüglich ist unbestritten, dass auch das AstraZeneca-Präparat in gleicher Weise wie die anderen zugelassenen Produkte dafür sorgt, dass in der Gruppe der Geimpften praktisch keine schweren oder sehr schweren Verläufe auftreten. Und das ist ja das Entscheidende der Impfung, dass der Geimpfte im ungünstigsten Fall vielleicht noch mit den Symptomen einer Erkältung zu tun hat, aber nicht im Krankenhaus auf der Intensivstation landet oder gar am heimtückischen Coronavirus verstirbt.

Weil das so ist, schätzen u.a. Dr. Stürmer, das Referenzlabor der Charité Berlin, der Präsident der Bundesärztekammer und viele andere Expertinnen und Experten das Produkt von AstraZeneca als vollwertigen Impfstoff ein. Natürlich ist das Impfen generell freiwillig und es kann deshalb jeder frei entscheiden, ob er eine Impfung mit AstraZeneca ausschlägt, um auf einen vermeintlich besseren Impfstoff zu warten. Wer so entscheidet, muss sich aber des persönlichen Risikos bewusst sein, dass er womöglich über mehrere Monate gar keinen Impfschutz hat, obwohl er einen sehr guten hätte haben können.

Weitere #Faktenchecks finden Sie auf unserer Internetseite: https://www.corona-katastrophenschutz.bayern.de/…/index…

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